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Vegan und Tierschutz

Aus gründen des Tierschutzes entscheiden sich wohl die meisten Menschen für die vegane Lebensweise. Die Zeitschrift Stern machte diesen Massenkonsum von Fleisch im Mai 2010 (Ausgabe 22/2010) zu ihrem Titelthema. Unter der Überschrift «Esst weniger Fleisch! – Der Preis ist billig, aber das Fleisch ist schwach» wird ein ehemalig stolzer Fleischfachmann, Helmut Arms, zitiert:

In 40 Jahren haben es einige wenige Unternehmer erreicht, die Tiermast in eine ethisch verwerfliche, tierquälerische, unhygienische Massentierhaltung zu zwingen und uns Verbrauchern dieses Fleisch auch noch als bäuerliche Wertarbeit anzudrehen. Aber die Qualität sinkt und sinkt und sinkt noch weiter […]

Tiere, welche für die Produktion von Lebensmitteln verwendet werden haben von Anfang bis Ende ein wirklich grausames und unwürdiges Leben. Das gilt sowohl für Fleisch als auch für Milch und Eier.

Kühe z.B für die Milchproduktion werden ab einem Alter von ca 15 Monaten dauerträchtig gehalten, damit sie überhaupt Milch produzieren, die Kälber werden sofort nach der Geburt isoliert. Wenn sie nicht schon als Kalb geschlachtet werden, blüht ihnenn ein Leben als Mastrind und wenn sie weiblich sind eventuell auch als Milchkuh. Das natürliche Alter einer Kuh liegt bei ca. 25 Jahren. Milchkühe sind mit 4-5 Jahren fertig und „reif“ für den Schlachter. Mastkühe erleben oft nicht einmal ihren 2. Geburtstag.

Schweine sind hoch soziale und sehr reinliche tiere, die entweder isoliert oder zusammengefercht in du klen kahlen Ställen nur eins zu tun haben – so schnell wie möglich auf ein bestimmtes Gewicht kommen. Verhaltenstörungen durch Stress und Kanibalismuss sind an der Tagesordnung. Kastration (damit das Fleisch besser schmeckt) ohne Narkose und jede Menge Medikament um dem Infektionsdruck der Massentierhaltung entgegen zu wirken.

Dem Geflügel geht es nicht besser. Auch hier liegt das Augenmerkt nicht auf dem Tierwohl, sondern daruaf mäglichst viel zu Produzieren. Legehennen leben zwar nun nicht mehr in kleinen Käfigen, dafür aber zu tausenden in dunklen Hallen zusammengefercht. sie sollen sich möglichst wenig bewegen um schnell an Gewicht zuzunehmen. auch hier ist der Einsatz von Medikamenten nötig um dem Infektionsdruck, der ja erst durch die Massentierhaltung entsteht, entgegen zu wirken.

Genau wie für den Menschen ist auch für das Tier das Ermordet werden eine Erfahrung von Schrecken und Panik, was im Körper schlagartig einen drastischen biochemischen Wandel auslöst, wodurch der ganze Körper mit Angsthormonen vergiftet wird. Der namhafte Tierschützer und Ökologe Franz Weber erklärte in einer Radiosendung: «Nehmen wir das Beispiel von Hamburg, wo Menschen Vergiftungen erlitten, als sie Thunfisch aus der Büchse aßen. Warum? Der Thunfisch wurde lebendig zersägt, und die gefangenen Fische hatten eine solch unglaubliche Angst, daß sie ein Gift ausschieden, das in das Fleisch einging. Das war schon den alten Römern bekannt. Um ein bestimmtes Gift zu bekommen, haben sie Sklaven zu Tode gefoltert, und mit dem Speichel dieser Toten konnte man andere vergiften. Die Todesangst geht also ins Gewebe ein und wird vom Menschen mitgegessen.»

Soganntes Bio Fleisch wird leider nicht so produziert, wie uns das gerne suggeriert wird. die Tiere leiden genauso und landen letztendlich in genau den selben Schlachthöfen wie konventionell gehaltene Tiere.

 Milch

Die neuesten gesundheitlichen Fakten zeigen, dass das Milchprotein „Casein“ der stärkste Wachstumsförderer von Krebs ist. Dazu kommt, dass Kuhmilch durch artfremde Hormone die Konzentration des insulinähnlichen Wachstumsfaktors IGF-1 enorm steigert, der laut diversen Studien mit mit einer Vielzahl von Krebsarten in Verbindung gebracht wird.

Außerdem ist tierische Milch laut einer 12-jährigen Studie der Harvard-Universität wegen der Übersäuerung des Körpers und der dafür nötigen Kalzium-Neutralisierung die Hauptursache von Knochenabbau und Osteoporose. Daraus folgend wäre es auch normal keine Milch zu vertragen, da es ja auch bis zu 90 % der gesamten Weltbevölkerung betrifft: Eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit). Weiter abgesehen von mangelhaften Herstellungsmethoden und vielen offenen moralischen Fragen, wie der dauerhaften künstlichen Befruchtung der Kuh, sofortigen Mutter-Kind-Trennung und Tötung ihrer wirtschaftlich nicht benötigten Kälber nach der Geburt (auch bei BIO & Demeter), liegt z.B. in der EU die CO2 Belastung für Milchprodukte sogar höher als für Rindfleisch (193 Tonnen : 191 Tonnen).  Für 1 Liter Milch werden über 1´000 Liter Wasser benötigt, für 1 Kilo Käse sogar etwa 7`000 Liter.

Der Mensch ist übrigens die einzige Spezies auf unserem Planeten Erde, die Muttermilch einer anderen Art stielt und lebenslang konsumiert, was aus ethischer und evolutionärer Sicht ebenfalls sehr umstritten ist. Gesunde, günstige und umweltfreundliche Alternativen  sind mittlerweile fast überall sehr einfach verfügbar.

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Eier

Auch wenn es die Industrie gerne verschleiert, verstecken sich laut unzähligen Studien neben erhöhtem Cholesterin auch Gefahren wie Prostatakrebs und Diabetes in Eiern. Wie in der Fleisch – und Milchindustrie tragen genmanipuliertes Tierfutter mit Unmengen von Pestiziden sowie verschiedene Keimbelastungen, Dioxine, PCB, künstliche Hormone und Antibiotika (alleine in deutscher Nutztierhaltung jährlich 1.700 Tonnen) ihren Teil dazu bei.

Wenn man einfach auf Alternativen zum generell fragwürdigen Hühner-Menstruationsprodukt „Ei“ baut, erspart man nicht nur zusätzlich den Hennen in den Legebatterien ihr lebenslanges Leid, sondern auch jährlich ihren 2,5 Milliarden (Deutschland ca. 50 Millionen) nicht benötigten männlichen Küken einen qualvollen Tod im Schredder oder einer Gaskammer kurz nach ihrer Geburt – auch bei BIO & Demeter.

Fisch

Mehr als 80 % der globalen Fischbestände sind bereits überfischt und vollständig ausgebeutet. Laut National Geographic und dem Science Magazine könnten bereits 2048 alle Ozeane „fischlos“ und somit vollständig tot sein. Neben Korallen, Schildkröten und Haien werden alleine im Ärmelkanal jährlich etwa 2`000 Delfine als unerwünschter Beifang einfach wieder tot ins Meer geworfen.

Gesundheitlich sorgen besonders Schwermetallbelastungen, Mikroplastik, radioakiver Müll, atomare Katastrophen wie in Fukushima und die generelle Ölpest wie von BP im Golf von Mexiko eher für negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Fische aus der Massenzucht schneiden ebenso wegen Ausscheidungen, Gentechnik, Wachstumshormonen und Medikamenten gesundheitlich nicht besser ab. Dass für jedes einzelne Kilo tellerfertigen Zuchtfisch 5 Kilo Meerestiere als Futtermittel benötigt werden, lässt ebenfalls viele Fragen offen. Das Leiden bleibt jedoch immer gleich: Der qualvolle Erstickungstod, denn auch Meerestiere fühlen Schmerz.

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Fazit:

Über 70 Milliarden Landtiere, ohne Berücksichtigung der Meerestiere (über eine Trillionen Fische / etwa 160.000.000.000 KG), werden jährlich für unseren Konsum getötet, d.h. mehr als 2000 Tiere pro Sekunde, in Deutschland 98 % – 99 % aus quälender Massentierhaltung, wobei vor der Schlachtung bis zu jede 3. Betäubung nicht korrekt ausgeführt wird (auch bei BIO & Demeter), oftmals auch als Import aus dem Ausland, bei welchem gar keine Vorschriften wie Licht, Raum, Betäubung usw. gelten.

Nebenbei gibt es Schnabelkürzung, Kastration und Amputation bei vollem Bewusstsein kurz nach der Geburt, obwohl die Tiere bereits alle im auf den Mensch umgerechneten Kindergartenalter getötet werden. Schweine haben z.B. statt bis zu 21 Jahren nur noch eine Lebenserwartung von etwa 5 Monaten, und das alles obwohl sie beispielsweise klüger als Hunde und etwa so intelligent wie 3-jährige Kinder sind. Kühe haben dank ihrem ausgeprägten Sozialverhalten sogar beste Freunde. Thomas D von Die Fantastischen Vier hat das sogar mit einem 360° Video aus den Augen eines Tieres dargestellt.

Das alles sollte eigentlich grundlegend unser Mitgefühl beschäftigen, aber es gibt leider kognitive Verzerrungen in unserer menschlichen Psyche – wie z.B. den „Karnismus“ – die nur zu gerne von Grossindustrie, Medien und Politik ausgenutzt werden.