Vegan und die Gesundheit

Vegan und die Gesundheit

Der Hauptgrund komplett auf vegan umzusteigen, war meine Gesundheit. Nach dem Tod meines besten Freundes, einer eigenen ziemlich blöden Diagnose und alles andere als guten Blutwerten (trotz- vermeidlich guter Ernährung) habe ich nach Antworten gesucht. Normale Berichte im Netz sind immer davon abhängig, wer sie geschrieben hat und tiefer gehende Studien und Infos sind, gerade im deutschen Raum, Mangelware.

Im Englischsprachigen Ausland und in den Asiatischen Ländern sieht das ganze schon deutlich besser aus und ich habe viele Informationen und auch Studien gefunden. Diese wissenschaftlichen Berichte, dann noch auf englisch waren ein hartes Stück Arbeit. Mein Englisch hat sich dadurch super entwickelt und ich hab endlich Antworten auf viele meiner Fragen bekommen.

The China-Study

Besonders im Kopf geblieben sind mir dabei der Dokumentarfilm „Gabel statt Skalpell“ und damit unweigerlich verbunden auch die groß angelegte China Studie  von  Prof. Colin Campbell, Biochemiker an der amerikanischen Cornell- Universität. Grob gesagt geht es darum, das mit dem Einzug der westlichen Ernährung und damit stark steigendem, Fleisch, Fast Food und Zuckerkonsum auch bestimmte Krankheiten gehäuft bzw. überhaupt erst auftraten. Die klassische chinesische Ernährungsweise war Jahrtausende lang geprägt von einer vorwiegend pflanzlichen Ernährung. Fleisch und tierische Produkte waren, wenn überhaupt, dann nur der reichen Bevölkerung zugänglich .

Folgende Krankheiten werden mit dem verzehr von tierischen Produkten in Verbindung gebracht:

  • Krebs (Brust, Prostata, Enddarm)
  • Diabetes mellitus Typ 1 und 2
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Fettleibigkeit
  • Autoimmunerkrankungen
  • Osteoporose
  • degenerativen Gehirnerkrankungen wie z.B Alzheimer

Diese Krankheiten konnten laut Studien deutlich gebessert oder sogar komplett geheilt werden durch eine gut geplante und sauber durchgeführte pflanzliche Ernährung . Sauber bedeutet in dem Fall keine fertig verarbeiteten Lebensmittel, keinerlei Lebensmittel tierischen Ursprungs und keinen raffinierten Zucker.

Meine Blutwerte haben sich innerhalb weniger Wochen komplett gebessert und alle Werte sind nun im sauberen Bereich. Symptome und beschriebene „blöde“ Diagnose ist und fast kein Thema mehr und ich bin mir sicher, dass, wenn ich mich weiterhin so gut ernähre, das Thema bald ganz vom Tisch ist und ich die Prognose der Ärzte um Jahrzehnte übertreffen werde.

92 % aller giftigen Substanzen in unserer Nahrung (z.B. Dioxine und PCB) stammen aus Tierprodukten. Erkenntnisse der modernen Forschung ergaben längst, dass tierische Proteine sehr ungesund sind und als verantwortlich für die meisten Zivilisationskrankheiten wie Herzprobleme, Krebs, Multiple Sklerose, Diabetes, Asthma oder Allergien gelten. Fleisch und Wurst sind seit 2015 sogar offiziell laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genauso krebserregend wie Tabakrauch, Asbest, Plutonium oder Röntgenstrahlen. Mehr als 550`000 Menschen sterben jährlich alleine in Deutschland an ernährungsbedingten Krankheiten, das sind etwa zwei Drittel aller Todesfälle. So konnten 2015 sogar in 66 % vom inländisch produzierten „Qualitäts-Fleisch“ multiresistente Keime nachgewiesen werden. Auch MRSA-Krankenhausbakterien wurden in 16 % der Stichprobentests gefunden. Neben den grössten und längsten Studien der Menschheitsgeschichte (z.B. „China Study“) empfiehlt selbst die grösste Krankenversicherung der USA „Kaiser Permanente“ zur Prävention von Erkrankungen und Verbesserung der Lebensqualität ausdrücklich eine pflanzliche Ernährung. Die weltweit größte Fachgesellschaft für Ernährung „Academy of Nutrition and Dietetics“ A.N.D. sagt: „Eine pflanzliche Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet – auch für Kinder, Schwangere und Stillende.“ Alleine in Deutschland könnten so übrigens jährlich mindestens 50 Milliarden Euro Gesundheitskosten in der Staatskasse gespart werden.

Genutzte Quellen

Weltgesundheitsorganisation WHO, Internationale Agentur für Krebsforschung IARC, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, Academy of Nutrition and Dietetics A.N.D. / ADA, Dietitians of Canada, Bundesamt für Gesundheit BAG, Albert Schweitzer Stiftung, Kaiser Permanente, China Study, Deutsche Dermatologischen Gesellschaft,  Journal of Urology, The Journal of Family Practice, Diet & Multiple Sclerosis Study, IC-Oxford-Studie, Adventist Health Study 2, Jahrzehntelange Lebenswerke und Studien von Dr. Dean Ornish, Dr. Caldwell B. Esselstyn, Prof. T. Colin Campbell, Dr. John A. McDougall, Dr. Neal Barnard, Dr. Roy Swank, Dr. med. Ernst Walter Henrich, Dr. med. Ruediger Dahlke